Zólyom, Österreich-Ungarische Monarchie, derzeit Zvolen, Slowakei — 22. April 1898
Sterbedaten:
Friesenheim, NSZK, derzeit Deutschland — 6. Mai 1965
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
diözesan
zuvor: ordensgebunden
Diözese / Orden:
jezsuita (Societas Jesu) (1949-ig) → Freiburg, NSZK, Németország
Weihegrad:
Priester
Eintritt ins Ordensleben:
Nagyszombat, Österreich-Ungarische Monarchie, derzeit Trnava, Slowakei — 8. August 1913
Priesterweihe:
Róma, Italien — 1926
Weiterer verwendeter Name:
Janicsek
Biographische Daten
Im Alter von 15 Jahren trat er am 8. August 1913 in Trnava in den Jesuitenorden ein. Nach seiner Probezeit schloss er in Kalocsa das Gymnasium ab und studierte dort zwei Jahre lang Philosophie. 1920 absolvierte er ein einjähriges Theologiestudium in Valkenburg in den Niederlanden. Danach war er ein Jahr lang Magister in Feldkirch und zwei Jahre lang in Pécs. Von 1924 bis 1927 studierte er Theologie in Rom und promovierte dort zwei Jahre später in Philosophie. 1944 beteiligte er sich aktiv an der Rettung von Juden und wurde Vorsitzender der Ungarischen Heilig-Kreuz-Gesellschaft, die zur Unterstützung der zum Katholizismus konvertierten Juden gegründet worden war. Nach dem Tod des Erzbischofs von Esztergom, Jusztinián Serédi, stand sein Name auf der Liste der ungarischen Regierung als möglicher Primas. Nach dem Krieg engagierte er sich im aufkeimenden politischen Leben, was sein Provinzial ablehnte. Am 2. Februar 1949 floh er zusammen mit István Barankovics und Mária Blaskó (die als seine Cousine während seines Aufenthalts in Deutschland mit ihm in einem Haushalt lebte) mit einem Fahrzeug der amerikanischen Botschaft nach Österreich. Noch im selben Jahr verließ er den Orden. Da er die Politik von Kardinal Mindszenty kritisierte, wurde er von der katholischen Emigration im Ausland aus ihren Reihen ausgeschlossen. 1949 trat er aus dem Jesuitenorden aus, übte aber weiterhin seinen Priesterdienst in Deutschland aus. Von 1951 bis 1954 arbeitete er in München beim Radiosender „Radio Freies Europa“, bis er aufgrund von Klatsch über sein Privatleben und politischer Meinungsverschiedenheiten entlassen wurde. 1965 kam er unter mysteriösen, bis heute ungeklärten Umständen ums Leben: In der Nähe von Friesenheim stürzte er aus dem Schnellzug, mit dem er nach Rom unterwegs war. Seine Tasche wurde leer neben dem Bahndamm gefunden. Den Aufzeichnungen zufolge war er ein in sich gekehrter, verschlossener Mensch. Die Exilpresse berichtete nicht über seinen Tod.
Dienstorte im Heimatland
Von
Bis
Ort i
Aktueller Name, Land i
Kirche / Institution
Funktion
1932
1936
Budapest, Königreich Ungarn
Ungarn
Pfarrer
1936
1940
Budapest, Königreich Ungarn
Ungarn
Magyar Királyi Pázmány Péter Tudományegyetem
Referent
1940
1943
Kassa, Königreich Ungarn
Košice, Slowakei
Universitätsdozent
1948
Nagykapornak, Ungarn
Pfarrer
1949
Szeged, Ungarn
Dozent für Philosophie
Dienstorte im Ausland
Von
Bis
Ort
Aktueller Name, Land
Kirche / Institution
Funktion
1924
1929
Róma, Italien
Theologiestudium und anschließendes Promotionsstudium
1930
Poughkeepsie, NY, USA
Terz
1931
New York, NY, USA
ungarischer Pfarrer
1949
1951
NSZK
Deutschland
Seelsorger
1951
1954
München, NSZK
Deutschland
Szabad Európa Rádió
Redakteur
1954
1965
Friesenheim, NSZK
Deutschland
Pfarrer, Universitätsdozent
Literarische Tätigkeit
Világnézeti típuskutatás és filozófiai megalapozása. Bp., 1934;
A szellem. Bp., 1934; Mária. Bp., 1934;
A szellem. A szellemi lét főbb jelenségei és metafizikája. Bp., 1935;
A bölcseleti megismerés határainak kérdése. Bp., 1936;
A teremtés tanának ismeretelmélet jelentősége. Bp., 1936;
A világegyetem bölcselete. Bp., 1938;
Isten bölcseleti megismerése. Bp., 1939;
Bölcselet és valóság. Bp., 1940;
Mária. A Mária-tisztelet dogmatikája és lélektana. Bp., 1941;
Az erkölcs metafizikai gyökerei. Bp., 1943;
Demokrácia. Cikkgyűjtemény. Bp., 1945.