Esztergom, Königreich Ungarn, derzeit Ungarn — 5. Juni 1863
Sterbedaten:
Allentown, PA, USA — 1. Januar 1922
Laut anderer Quelle: 12. Januar 1922
Konfession:
Römisch-katholisch
Kirchlicher Status:
diözesan
Diözese / Orden:
Esztergom-Budapest (korábban: Esztergom)
Weihegrad:
Priester
Priesterweihe:
1885
Weiterer verwendeter Name:
Paulovits
Biographische Daten
Róbert Paulovics (in einigen Quellen auch als Róbert Paulovits bzw. Robert J. Paulovits bezeichnet) wurde am 5. Juni 1863 in Esztergom geboren. Er wurde 1885 im Erzbistum Esztergom zum Priester geweiht. Seinen pastoralen Dienst begann er als Hilfspfarrer in Vajka, anschließend war er als Religionslehrer in Somorja tätig. In den folgenden Jahren war er erneut in Vajka und Somorja tätig, später wechselte er als Religionslehrer nach Kalocsa.
1897 wanderte er in die Vereinigten Staaten aus, wo er zunächst als Hilfspfarrer der ungarischen Pfarrei St. Elisabeth in Cleveland tätig war. Ein Jahr später wurde er zum Leiter der ungarischen Pfarrei St. Stephan in Toledo ernannt, wo er bis 1905 als Pfarrer tätig war. Für kurze Zeit war er in Perth Amboy tätig, anschließend war er von 1905 bis 1908 Pfarrer der ungarischen katholischen Gemeinde in Dillonvale, Ohio.
1908 wurde er nach Columbus berufen, wo man ihn mit der Organisation der ungarischen Katholiken der Stadt beauftragte. Er spielte eine bedeutende Rolle bei der Gründung der ungarischen Pfarrei „St. László“ und gehörte zu deren ersten Seelsorgern. Anschließend betreute er von 1909 bis 1913 die ungarischen Gläubigen in Connellsville, Pennsylvania, wo er als Pfarrer der Pfarrei „Szent Imre“ tätig war. Während seiner Amtszeit beteiligte er sich auch an Initiativen zum Gedenken an die ungarischen Opfer des Bergwerksunglücks von Darr.
Zwischen 1914 und 1916 war er ungarischer Pfarrer in Windber, anschließend diente er von 1917 bis 1918 als ungarischer Seelsorger in der Herz-Jesu-Kirche in Philadelphia. Die letzte Phase seines Lebens verbrachte er an der Spitze der ungarischen Pfarrei St. Stephan in Allentown, wo er von 1918 bis zu seinem Tod als Pfarrer tätig war.
Er verstarb im Januar 1922 in Allentown (die Quellen weichen hinsichtlich des genauen Todestages voneinander ab: Es werden sowohl der 1. Januar als auch der 12. Januar genannt). Sein Wirken ist mit der ersten Generation der ungarisch-katholischen Seelsorge in den USA verbunden. Er spielte eine entscheidende Rolle bei der Organisation und Festigung mehrerer damals entstehender ungarischer Pfarreien, insbesondere in der Geschichte der ungarisch-katholischen Gemeinden in Toledo, Dillonvale, Columbus, Connellsville und Allentown.
Einigen Quellen zufolge trat er im Laufe seines Lebens dem Jesuitenorden bei; dies wird jedoch durch das Verzeichnis der ungarischen Jesuiten nicht bestätigt, weshalb diese Angabe derzeit weiterer Forschung bedarf.