Ein in den USA geborener römisch-katholischer Priester ungarischer Herkunft, der zunächst der Diözese Hartford und später der Diözese Bridgeport angehörte. Er wurde am 25. Mai 1929 zum Priester geweiht. Zu Beginn seines priesterlichen Dienstes war er in der Pfarrei St. Patrick in New Haven tätig, bevor er 1933 an die ungarische Pfarrei St. László in South Norwalk wechselte. Er war mehr als vier Jahrzehnte lang Pfarrer dieser Gemeinde, bis zu seiner Pensionierung um 1977/1978. Während seines langen Dienstes wurde er zum prägenden Priester der Gemeinde ungarischer Herkunft, deren Mitglieder der zweiten Generation zunehmend englischsprachig wurden.
Sein Verhältnis zur ungarischen Identität war jedoch nicht ganz unproblematisch: Im Zusammenhang mit der USA-Reise von József Mindszenty im Jahr 1974 wird in einer Studie erwähnt, dass Lengen – obwohl er Ungarisch beherrschte – als Liturgiesprache eher Englisch verwendete, wofür er von Mindszenty kritisiert wurde.
Papst Johannes XXIII. verlieh ihm den Titel eines päpstlichen Prälaten; von da an wurde er mit „Monsignore“ angesprochen.
Er war Vizepräsident der Amerikanisch-Ungarischen Katholischen Liga. Nach 1956 schickte er regelmäßig unter dem Decknamen János Szabó finanzielle Unterstützung und Pakete im Wert von 10 bis 20 Dollar nach Ungarn. 1977 trat er in den Ruhestand.
1989 wurde er anlässlich des 60. Jahrestags seiner Priesterweihe und seines 90. Geburtstags im Rahmen einer feierlichen Heiligen Messe geehrt. Er verstarb am 9. Juni 1999; sein Grab befindet sich auf dem St. Michael’s Catholic Cemetery in Stratford.