Szeged-Csanád (korábban: Csanád) (1911-ig) → New York, NY
Weihegrad:
Priester
Priesterweihe:
Temesvár, Österreich-Ungarische Monarchie, derzeit Timișoara, Rumänien — 6. April 1900
Begräbnisort:
Connellsville, PA, USA
Weiterer verwendeter Name:
Rev. Louis Kovacs, Lajos von Kovacs, Rev. Louis Von Kovacs de Jardanhaza, Járdánházi Kovács Lajos
Biographische Daten
Seine Eltern waren Lajos Járdánházi Kovács und Hermina Bunsel; er hatte vier Geschwister. Varianten seines Namens: Rev. Louis Kovacs, Lajos von Kovacs, Rev. Louis Von Kovacs de Jardanhaza, Lajos Járdánházi Kovács. Er stammte aus einer alten Adelsfamilie. Über sein Geburtsjahr gibt es unterschiedliche Angaben: In seinen amerikanischen Unterlagen ist 1879 vermerkt, in seinen Personalakten im Bistum Csanád finden sich sowohl die Jahreszahlen 1877 als auch 1879. Da er am 6. April 1900 in Temesvár zum Priester geweiht wurde, ist aufgrund der kirchenrechtlichen Vorschriften das Geburtsjahr 1877 wahrscheinlich. Er studierte Rechtswissenschaften in Budapest und lernte dort Endre Ady kennen, mit dem er in Briefkontakt stand. 1904 kandidierte er erfolglos für den Landtag. Er wanderte aus disziplinarischen Gründen in die USA aus (wegen seiner politischen Ansichten forderte der Landrat des Komitats Torontál den Bischof auf, „den Kaplan, der sich durch Verleumdung und Hassschürung profilieren wolle“, wegen seiner Aktivitäten im Zusammenhang mit den deutschstämmigen Gläubigen zu versetzen). Erzherzog Eugen von Habsburg nahm ihn 1907 in den Deutschen Ritterorden auf. Er führte einen langwierigen Briefwechsel mit dem Bischof von Csanád, um eine mögliche Rückkehr zu ermöglichen; da man ihm jedoch keine geeignete Stelle anbieten konnte, beantragte er seine Exkardination, woraufhin die Diözese New York ihn aufnahm. Er ruht auf dem Saint Josephs Cemetery in Connellsville, Fayette County, Pennsylvania, in einem gemeinsamen Grab mit seiner Mutter (+1917).
Dienstorte im Heimatland
Von
Bis
Ort i
Aktueller Name, Land i
Kirche / Institution
Funktion
1900
Nagyősz, Österreich-Ungarische Monarchie
Tomnatic, Rumänien
Hilfspfarrer (zwischendurch: Gyarmata)
1901
1902
Szenthubert, Österreich-Ungarische Monarchie
Banatsko Veliko Selo (Банатско Велико Село), Serbien
Hilfspfarrer
1902
1904
Mezőkovácsháza, Österreich-Ungarische Monarchie
Ungarn
Hilfspfarrer
1904
Nagybecskerek, Österreich-Ungarische Monarchie
Zrenjanin (Зрењанин), Serbien
Hilfspfarrer und Religionslehrer
1905
Battonya, Österreich-Ungarische Monarchie
Ungarn
Hilfspfarrer (hat seinen Dienstort nicht angetreten, sondern ist in die USA ausgewandert)