Albert Géza Győrfy (1894–1971), römisch-katholischer Priester, war eine prägende Persönlichkeit der ungarischen Seelsorge in den Vereinigten Staaten. Er wurde am 11. August 1894 geboren und am 16. Mai 1918 zum Priester geweiht. Er wurde zu einem bedeutenden Zeugen und Diener der Seelsorge für die erste Generation ungarischer Einwanderer in Amerika.
Am 21. Dezember 1921 war er bereits in der Pfarrei „Magyarok Nagyasszonya“ in South Bend tätig. Dort wirkte er fast anderthalb Jahrzehnte lang, bis zum 1. Februar 1935. Danach wurde er Pfarrer der ebenfalls im Bundesstaat Indiana gelegenen ungarischen Pfarrei St. Imre in Gary, wo er weitere zwanzig Jahre lang seinen priesterlichen Dienst versah.
Sein ganzes Leben war geprägt von einer tiefen Marienverehrung. Er unterstützte aktiv die ungarische Fatima-Kalvarienberg-Bewegung und wurde später sogar zu deren Vorsitzenden gewählt. Er war eine bekannte Persönlichkeit im religiösen und gemeinschaftlichen Leben der ungarischen Gemeinschaft in Amerika, der die Bewahrung der ungarisch-katholischen Identität im Exil als besonders wichtig erachtete.
Von 1955 bis zu seinem Tod lebte er zurückgezogen in Fort Wayne. Aufgrund seiner schweren Krankheit konnte er in den letzten Jahren seines Lebens die Heilige Messe nur noch im großen Zimmer seines eigenen Hauses feiern. Trotz lang anhaltender Husten- und Atemnotanfälle bewahrte er seine geistige Kraft und seine Heiterkeit. Er sprach gerne über die Vergangenheit und die Erfahrungen der ungarischen Gemeinschaften in Amerika, konnte seine Erinnerungen jedoch nicht mehr schriftlich festhalten.
Am 7. Oktober 1971, dem Fest der Königin des Rosenkranzes, verstarb er. Seine Beisetzung fand am 11. Oktober an seinem ersten Dienstort in den USA, in South Bend, auf dem Friedhof des Heiligen Herzens statt. Er widmete sein Leben dem Dienst an den ungarisch-katholischen Gemeinschaften in den USA.