Beschreibung
Die St.-László-Kirche in Beaver Falls war eine der kleineren, aber bedeutenden ethnischen Pfarreien der ungarischen katholischen Einwanderer im Großraum Pittsburgh. Die Gemeinde entstand im industriellen Umfeld von Beaver Falls und New Brighton, wo sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele ungarische Einwanderer niedergelassen hatten. Nach Angaben der Diözese Pittsburgh wurde die Pfarrei 1923 als ungarische Volkspfarrei gegründet, vor allem damit die Gläubigen an den katholischen Gottesdiensten in ihrer Muttersprache teilnehmen konnten. Die erste Messe wurde in der polnischen Pfarrei Holy Trinity abgehalten.
Dem hochgeladenen ungarischen Text zufolge wurde die Seelsorge für die ungarischen Katholiken in Beaver Falls–New Brighton anfangs von anderen ungarischen Priestern übernommen. Kálmán Kovács, Pfarrer in McKeesport bzw. im Monongahela-Tal, übernahm die Seelsorge für die ungarischen Gläubigen, später kam auch der ungarische Pfarrer aus dem nahegelegenen Leechburg zu ihnen. Die Gemeinde fungierte zunächst als Filiale der St.-Anna-Pfarrei in Pittsburgh, wurde dann aber nach István Nyiri von Dr. Miklós Komlóssy zu einer eigenständigen Gemeinde organisiert.
Ein entscheidender Schritt für die Pfarrei erfolgte 1924, als die ungarischen Gläubigen die ehemalige First Reformed Presbyterian Church erwarben, die bereits 1878 erbaut worden war. Die Kirche wurde im September 1924 als katholische Kirche zu Ehren von König Sankt László geweiht. Nach ungarischen Überlieferungen weihte Kálmán Kovács das Gebäude im Auftrag des Bischofs ein. Die Gemeinde richtete innerhalb kurzer Zeit auch ein Pfarrhaus ein und erwarb dem Text zufolge innerhalb von sechzehn Monaten Immobilien im Wert von 60.000 Dollar.
Zur St.-László-Gemeinde gehörten nicht nur die Ungarn aus Beaver Falls und New Brighton, sondern auch die Gläubigen aus Ellport. Dem hochgeladenen Text zufolge waren 1929 fünfhundert Namen im Gemeinderegister verzeichnet, und aus Ellport unterstützten siebzig Gläubige die Kirchengemeinde finanziell. Als Kuratoren werden die Namen János Nusser, Kálmán Görcsös, Viktor Gajdó, József Boller und Sándor Juhász.
Der erste organisierende Pfarrer der Gemeinde, Dr. Miklós Komlóssy, wurde später Pfarrer in Pittsburgh und verstarb in jungen Jahren. Sein Nachfolger war Dr. Sándor Martinovich, der laut ungarischen Quellen die geistlichen und finanziellen Angelegenheiten der Gemeinde in geordneten Bahnen weiterführte. Die Gemeinde hatte keine eigene Schule, aber samstags unterrichteten polnische Ordensschwestern die ungarischen Kinder. Mit dem Gemeindeleben waren mehrere religiöse Vereinigungen verbunden: die Vereinigung des Heiligen Namens, die Altarvereinigung, die Rosenkranzvereinigung und der St.-Elisabeth-Verein.
Der Niedergang der Gemeinde machte sich ab den 1950er Jahren bemerkbar. Nach Angaben der Diözese Pittsburgh ging die Zahl der Gläubigen zurück, weil viele aus Beaver Falls wegzogen. Im Jahr 1969 hatte die Kirche keinen vor Ort wohnenden Pfarrer mehr und wurde von der Pfarrei St. Mary in Beaver Falls verwaltet. Bis 1985 waren nur noch 88 Gläubige übrig, weshalb die Diözese die Aufrechterhaltung der Pfarrei aufgrund der geringen Mitgliederzahl und des Priestermangels nicht mehr für tragfähig hielt. Die Pfarrei St. László wurde am 27. September 1985 offiziell aufgelöst.