Beschreibung
Die Stahlwerke in McKeesport bei Pittsburgh zogen ungarische Einwanderer an, sodass sie bereits 1897 von einer ungarischen katholischen Kirche träumten. Der Bischof von Košice entsandte ihnen 1899 einen Priester, Pater Kálmán Kovács, der Seelsorger der aus 23 Familien und etwa 817 Personen bestehenden Gemeinde wurde. Die Pfarrei wurde 1899 gegründet und von Pater Kovács 28 Jahre lang als Pfarrer geleitet. 1901 wurde die St.-Stephans-Kirche errichtet, zu deren Weihe Kaiser Franz Joseph selbst ein Altarbild schickte. Das Bild zeigt den Heiligen Stephanus, wie er sein Land der Großen Frau der Ungarn weiht. Die Glasfenster der Kirche zeigen ungarische Heilige, und es wurde auch eine Orgel gebaut. 1912 erhielten die Töchter des Göttlichen Erlösers ein Kloster und begannen mit dem Unterricht für ungarische Kinder. Nach Pfarrer Kovács übernahm 1927 Pfarrer János Réthy das Pfarramt. Es wurden die Gesellschaft vom Heiligen Namen, der Verein des Heiligen Vinzenz von Pál und der Verein „Blume des kleinen Jesus“ gegründet. Pater Réthys Wirken dauerte 19 Jahre. 1946 übernahm Pater Rajmund Novák das Pfarramt. Er organisierte die Hilfe für die Flüchtlinge von 1956. Im Mai fand eine Andacht zu Ehren der Jungfrau von Fatima statt. 1962 wurde dann Pater István Kató zum Pfarrer ernannt, der die liturgischen Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils einführte. Aufgrund des Rückgangs der Gemeindemitgliederzahl musste die Schule jedoch 1967 geschlossen werden. Ab 1974 unterstützte der ständige Diakon Henrik Brabender Pfarrer Kató, und im selben Jahr besuchte Kardinal Mindszenty die Gemeinde. 1990 besuchte Bischof Attila Miklósházy die Pfarrei. In jenem Jahr wollte der Bischof von Pittsburgh – aufgrund der geringen Zahl der Gläubigen – die Pfarrei auflösen, versprach jedoch, dass die Kirche offen bleiben würde, solange Pater Kató lebte und seine Aufgaben erfüllen konnte. Pater Kató starb 2002, und die Pfarrei wurde der nahegelegenen Pfarrei St. Pius V. angegliedert.